Die Geburtsstunde der Sprache Ruby war der 24. Februar 1993. Der Erfinder von Ruby, Yukihiro Matsumoto hatte das Ziel eine neue Sprache zu entwickeln, die sowohl die Vorzüge funktionaler als auch imperativer Programmiersprachen in sich vereint. In den Worten von Matsumoto: “I wanted a scripting language that was more powerful than Perl, and more object-oriented than Python. That’s why I decided to design my own language”. Der Weblog von Matz in English

Im Kern ist Ruby eine objektorientierte Sprache. Alles ist ein Objekt. Yukihiro „Matz“ Matsumoto hat seine Sprache allerdings ähnlich wie C++ als „Multiparadigmen-Sprache“ entworfen. Das ermöglicht Software Entwicklern unter anderem funktionale (es gibt anonyme Funktionen, Closures und Continuations; Alle Ausdrücke haben einen Wert und Funktionen returnieren die letzte Auswertung), prozedurale (Variablen und Funktionen die ausserhalb einer Klasse definiert werden sind automatisch Teil des Root Objektes) als auch objektorientierte (alles ist ein Objekt) Programmierparadigmen einzusetzen. Weiters unterstützt Ruby auch Introspection, Reflection und Metaprogramming. Im Folgenden werden Beispiele der am weitesten verbreiteten Paradigmen gezeigt:

Wie bei jeder Programmiersprache muss man sich auch bei Ruby mit der grundlegenden Syntax vertraut machen. Ruby hat eine saubere, einfache Syntax die nun anhand einiger Beispiele illustriert wird.

Strings in Ruby

Erstellt um 16:42 von DI Edmund Haselwanter

In den vorangegangenen Artikeln haben wir schon Strings verwendet. Es gibt zwei Arten von Strings in Ruby. Strings mit doppelten Anführungszeichen " und Strings in einfachen Anführungszeichen '. Ruby verhält sich hier also wie die meisten anderen Sprachen. Der grosse Unterschied zwischen diesen beiden Varianten ist, wie Ruby den Inhalt interpretiert. Oder eben: Wie Ruby ihn eventuell nicht interpretiert ;-)